BGM-Fachtagung

Die 6. BGM-Fachtagung findet vom 26.- 27. September 2017 in Berlin statt. Freuen Sie sich auf ein spannendes Programm, interessante Referenten und aktuelle BGM-Themen. Thema der diesjährigen BGM-Fachtagung wird sein: Zukunft des BGM.

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Die Referenten

Prof. Dr. David Matusiewicz

Zukunft des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Die Digitalisierung ist auch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) angekommen und wird in Zukunft das klassische BGM stark beeinflussen. Viele Unternehmen machen sich gerade auf den Weg das bisherige analoge BGM mit digitalen Instrumenten zu erweitern – hier wird von BGM 3.0 gesprochen. Prof. Dr. David Matusiewicz zeigt in seinem Vortrag Perspektiven für die Zukunft des Betrieblichen Gesundheitsmanagements auf.

David Matusiewicz ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Gesundheitsmanagement an der FOM Hochschule – der größten Privathochschule in Deutschland. Seit 2015 verantwortet er als Dekan den Hochschulbereich Gesundheit & Soziales und leitet als Direktor das Forschungsinstitut für Gesundheit & Soziales (ifgs). Darüber hinaus ist er Gründungsgesellschafter des Essener Forschungsinstituts für Medizinmanagement (EsFoMed GmbH) und unterstützt als Gründer bzw. Business Angel punktuell Start-ups  im Gesundheitswesen (zuletzt Health Innovation GmbH im Jahre  2015). Zudem war Matusiewicz bis 2014 Geschäftsführer bei der Forschungsnahen Beratungsgesellschaft im Gesundheitswesen (ForBiG GmbH).

Dr. Utz Niklas Walter

#WhatsnextBGM – Entwicklungstendenzen und Zukunftsthemen im BGM

Die Digitalisierung schreitet unaufhörlich voran. Welchen Einfluss dieser umfassende Veränderungsprozess tatsächlich auf die Arbeitswelt und damit auch auf die Beschäftigtengesundheit haben wird, ist schwer zu greifen. Die Zukunftsstudie „whatsnext – Gesund arbeiten in der digitalen Arbeitswelt“, an der im März 2017 über 800 Unternehmen und Einrichtungen des Öffentlichen Dienstes in Deutschland teilnahmen, liefert diesbezüglich erste Hinweise. Viele Antworten waren so zu erwarten – einige Erkenntnisse waren jedoch verblüffend.

Dr. Utz Niklas Walter ist Leiter des Instituts für Betriebliche Gesundheitsberatung (IFBG), das sich als Ausgründung von Wissenschaftlern der Universitäten Konstanz, München (TU) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf Zukunftsthemen im BGM spezialisiert hat (www.ifbg.eu). Er selbst befasst sich schwerpunktmäßig mit den Themen Gesundheitskommunikation, Kennzahlenmanagement sowie Schlaf und Erholung und setzt diesbezüglich zahlreiche Projekte in Unternehmen um.

Prof. Dr. Petra Grimm

Am Puls des Ichs. Chancen und Risiken der digitalen Vermessung

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft ist unaufhaltbar und unumkehrbar, auch der Gesundheitssektor wird zunehmend digitalisiert. Zum Beispiel können sich „Self-Tracker“ mit Fitness-Apps und Wearables selbst vermessen und selbstoptimieren. Medizinische Daten können mittels Big Data verarbeitet und ausgewertet werden. Mit der Digitalisierung sind eine Vielzahl an ethischen Herausforderungen verbunden, die der Vortrag im Einzelnen beleuchten wird.

Prof. Dr. Petra Grimm ist seit 1998 Professorin für Medienforschung und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule der Medien (Stuttgart). Sie ist Leiterin des Instituts für Digitale Ethik (IDE). Ihre Forschungsschwerpunkte sind „Digitalisierung der Gesellschaft“, „Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen“, „Medien und Gewalt“ und „Big Data“. Ihr Lehrgebiet ist Narrative Medienforschung und Medienethik in Master- und Bachelor-Studiengängen. Sie ist (Mit-)Herausgeberin der Schriftenreihe Medienethik, Franz Steiner Verlag Stuttgart, sowie Mitglied im Forschungsbeirat des Bundeskriminalamts (BKA) und Stellv. Mitglied der Kommission für den Jugendmedienschutz (KJM).

Prof. Dr. G. Günter Voß

Entgrenzung und Subjektivierung von Arbeit. Wie moderne Arbeitsformen uns beeinflussen und verändern

Der Vortrag stellt den aktuellen Wandel der Arbeitswelt aus Sicht der soziologischen Arbeitsforschung vor.
Im Fokus sind dabei Veränderungen, die derzeit mit den Konzepten „Entgrenzung“ und „Subjektivierung“ von Arbeit sowie des „Arbeitskraftunternehmers“ beschrieben werden. Vor diesem Hintergrund wird nach den Folgen für Arbeitskräfte und allgemeiner generell für „Subjektivität“ in der Gesellschaft gefragt und der Blick auf die seit einigen Jahren zunehmend registrierten psychischen Belastungen in Betrieben gerichtet. Dies führt schließlich zu kurzen Überlegungen, ob und wie sich die Entwicklung auch im Gesundheitsbereich zeigt und welche Möglichkeiten für einen gesundheitsförderlichen Umgang aus Sicht der vorgestellten Konzepte ins Auge gefasst werden könnten.

Joanna Schmölz

Tracker & Co: Treue Assistenten oder digitale Trojaner?

Uhren, Fitnessarmbänder, Implantate, digitale Tampons und smarte Kleidung… Es gibt immer mehr Möglichkeiten der Selbstvermessung. Sind die digitalen Helfer treue Assistenten oder Trojaner an unserem Körper? Der Vortrag will zur Diskussion darüber anregen, welche Chancen und Herausforderungen mit Gesundheitstracking einhergehen.

Joanna Schmölz (*1976) studierte Medienkultur und Politische Wissenschaft an der Universität Hamburg. Zwischen 1998 und 2011 war sie in der IT-Branche tätig. In der Stabsstelle Vorstand eines länderübergreifenden öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleisters in Norddeutschland leitete sie das Vorstandsbüro und war zuletzt Referentin Strategisches Marketing in der Unternehmenssteuerung.
Im November 2011 kam Schmölz zu DIVSI, wo sie als stellvertretende Direktorin und Prokuristin fungiert und sich intensiv mit den Themen Internet und Gesellschaft beschäftigt. Als wissenschaftliche Leiterin verantwortet sie diverse Forschungsprojekte und entwickelt die Themen des Instituts mit. Zu den von ihr federführend betreuten Projekten zählen insbesondere die Grundlagenstudien (DIVSI Milieu-Studien), in denen der Zustand der digitalen Gesellschaft in Deutschland vermessen wird.
Schmölz lebt in Hamburg, ist verheiratet und hat zwei Kinder (3 und 1 J.).